The Sound in you: Charlotte Sahm

Ich möchte nicht nur meine Geschichte erzählen. Ich möchte Menschen den Raum geben ihre eigene Geschichte zu erzählen. Geschichten, in denen Menschen ihre eigenen Stimme gefolgt sind. Neue Wege gegangen sind. Regeln gebrochen haben. Gewachsen sind. Denn es gibt so viele wirkliche beeindruckende Geschichten, die erzählt werden sollten!

Die Geschichte von Charlotte Sahm

Wer bist du?

Mein Name ist Charlotte und ich werde demnächst 20 Jahre alt. Ich würde mich als eine freundliche, offene und neugierige Person bezeichnen. Ich reise und fotografiere für mein Leben gerne. Meine größte Schwäche war schon immer meine Zielstrebigkeit, mein Ehrgeiz und mein eigener Kopf. Ich habe eigentlich immer gewusst, was ich machen wollte und hatte immer einen Weg vor Augen. Manchmal muss man aber leider Umwege gehen oder trifft auf Hindernisse, mit diesem Problem sehe ich mich oft konfrontiert.

Was ist deine Bestimmung?

Ich bin noch recht jung, deswegen würde ich nicht sagen, dass ich schon eine besondere Bestimmung im Leben habe. Momentan würde ich sagen, dass meine Bestimmung ist meine eigene Existenz wertvoll zu machen. Ich habe mich schon als Kind immer gefragt, was ich hier in dieser Welt verloren habe und warum ich ich bin. Früher habe ich immer gedacht, ich müsste meine Existenz für andere wertvoll machen, also das ich einen Zweck erfüllen muss und etwas erreichen muss in meinem Leben. Heute denke ich aber, dass es dabei um meine eigene Existenz geht, die ich für mich wertvoll machen muss. Wenn ich irgendwann von dieser Welt gehe, möchte ich in dem Wissen gehen, dass meine Zeit hier wertvoll war und ich sie genutzt habe, sowohl für mich, als auch für andere.

Wann hast du dich dazu entschieden deiner inneren Stimme zu folgen?

Schon als Kind habe ich immer gewusst, was ich einmal machen möchte. Das hat sich öfters geändert natürlich. Mal wolle ich Tierärztin werden, habe deswegen auch extra Latein in der 6. Klasse belegt und mal wollte ich Innenarchitektin werden. In meinem Kopf war der Weg also eigentlich immer vorgezeichnet. Seit der 9. Klasse weiß ich nun, dass ich in der Medienbranche arbeiten will, weil ich hier die Möglichkeit finde mit inspirierenden Menschen in Kontakt zu treten und spannende Geschichten zu erleben und in gewisser Weise hinterlasse ich auch etwas in der Welt. Besonders angetan hat es mir hier der Theaterbetrieb, der tägliche Austausch mit Künstlern gibt mir sehr viel. Und so mache ich auch meine Existenz wertvoll. Ich verdiene vielleicht in dieser Branche später kein Vermögen, aber ich werde gerne zur Arbeit gehen und glücklich nach Hause kommen, das ist mir das wichtigste und sollte auch für jeden das Wichtigste sein.
Dazu entschieden, dass ich meine Existenz wertvoll machen möchte, habe ich mich nach dem Tod meines Onkels. Ich habe damals begriffen, dass ich nichts aufschieben sollte und versuchen sollte, jeden Traum zu leben, soweit es möglich ist.

Was gab es für Stolpersteine auf deiner Reise?

Meine größten Stolpersteine sind mein Ehrgeiz und meine Zielstrebigkeit. Damit einher geht leider ein Kopf, der nie aufhört zu denken. Egal was ich tue, immer leuchtet eine Alarmleuchte in meinem Kopf auf, die mich blockiert. Es kommen immer wieder Fragen auf. Besonders prägnant ist die Frage danach, was andere denken. Dies zu ändern, versuche ich jeden Tag. Ich hoffe, dass es mir eines Tages gelingt diese Alarmleuchten auszuschalten und frei zu sein. Natürlich muss man sich über manche Dinge Gedanken machen, aber oftmals blockieren sie mich auf dem Weg meiner Existenz den Wert zu geben, den ich ihr gerne geben möchte.

Gibt es Parallelen zum Projekt des Strangers?

Im Grunde sind wir beide auf dem Weg zu uns selbst, nur auf eine andere Weise. Die Verbindung mit der Natur spielt für mich ebenfalls eine große Rolle, da ich eine starke Verbindung mit den skandinavischen Ländern spüre, die voller Natur sind. Setz mich an einen Fjord oder an einen See mit roten Holzhäusern und ich bin glücklich und komme aus dem Strahlen nicht mehr raus. Vielleicht sollte ich mir auch einmal einen Kubus nehmen und diesen in Norwegen aufstellen.

Wie würdest du anderen Menschen Mut machen ihrer inneren Stimme zu folgen?

Man sollte sich immer frage, wie viel Lebenszeit man hat. 80 Jahre klingt immer sehr viel, aber uns wird doch allen täglich bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Wir sollten unsere Zeit also alle nutzen und zwar nicht in dem wir einen Beruf ausüben, den wir nicht ausstehen können, nur damit wir 4 Wochen im Jahr in den Urlaub fahren können. Ich sehe mich nicht als Vorbild in dieser Hinsicht, denn ich bin auch noch nicht komplett frei und folge nicht vollständig meiner inneren Stimme. Aber für alle die hiermit beginnen wollen: Dreht eure innere Stimme nicht auf stumm, sondern macht sie laut. Ihr müsst am Anfang nicht auf alles hören, was sie euch sagt. Ein Schritt zu mehr Glück im Leben ist schon gegeben, wenn ihr nur ein paar Sachen macht, die euer Herz begehrt. Fahrt dorthin wo ihr hinwollt, trefft euch mit wem ihr wollt, genießt einfach das Leben in ein paar Momenten mehr und vielleicht hilft euch das dabei festzustellen wie wertvoll das Leben und eure Zeit ist.

Mehr über Charlotte:

Instagram: @charlotte_sahm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 tao5.net
Scroll Up