The Sound in you: Julia

Unter den vielen Künstler, die uns in Bratislava begleitet haben ist auch die Geigerin Julia. Sie verrät uns nun ihre Gefühle über die Wüstensymphonie.

„Er konnte Musik in seinem Körper spüren, ohne sie zu hören“

Julia studiert an der Academy of Performing Arts in Bratislava und spielt öfters in verschiedenen Orchester vertretungsweise mit. Sie hofft einmal beruflich ein festes Orchestermitglied zu werden.

„Von so einem Projekt wie dem von „Stranger“ ist jeder Künstler, glaube ich, fasziniert. Es gab schon einmal im 19. Jahrhundert einen Schriftsteller und Philosophen namens Henry David Thoreau, der sich als Verächter der Moderne im Sommer 1845 für zwei Jahre in die umliegenden Wälder des Walden-Sees im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts zurückgezogen und sich dort eine eigene Blockhütte gebaut hat.“

Julia lächelt fasziniert und fügt hinzu: „ Er hat dort viele interessante Geräusche entdeckt, und er konnte vor allem Musik in seinem Körper spüren, ohne sie zu hören. Diese Erfahrung würde ich auch sehr gern einmal machen; das Ganze ist auch sehr ähnlich in diesem Projekt hier bei Stranger in der Wüste.“

„Erst bei den Wiederholungen kommen dann langsam die Emotionen hoch“

Die Musiker spielen die Wüstensymphonie bei der Tonaufnahme im Konzertsaal in Bratislava zum ersten Mal vom Blatt. Da sind für Julia nicht die ganz großen Gefühle zu spüren: „Ich muss mich während der Aufnahmen voll auf die Noten konzentrieren. Erst bei den Wiederholungen kommen dann langsam die Emotionen in mir hoch.

Und erst dann kann ich auch so richtig verstehen, was der Komponist mit der Musik ausdrücken will. Ich spüre seine Persönlichkeit. Da kommen dann auch die ersten Bilder in mir auf. Ich war zwar selbst noch nie in der Wüste, aber ich stelle mir dann weite, großartige Landschaften vor.“

The Sound in you: Geigerin Julia

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