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Die Einsamkeit in uns

Ich habe Zeilen einer „Begleiterin“ erhalten, die mich zutiefst berührt haben. Mir das Gefühl gegeben haben zu verstehen und verstanden zu werden. Hier möchte ich nicht nur ihre Worte mit Euch teilen – sondern auch meine. Sie hat darum gebeten anonym zu bleiben – und diesem Wunsch möchte ich selbstverständlich nachkommen. Denn wie es bei mir die Musik ist, die für mich spricht, sind es bei ihr ihre berührenden Worte, die Kraft und tiefe Ehrlichkeit genug ausdrücken. Auch ohne das Gesicht zu kennen….

Ein Brief an den Stranger
Über die Einsamkeit ins uns

Lieber Stranger,

ich schreibe dir nun endlich. Ich habe mich heute dazu entschlossen. Ich folge dir nun seit ein paar Tagen. Ich höre Deine Musik und sehe Dich und höre Deine Stimme. Ich weiß nicht, wie ich es richtig in Worte fassen kann… was ich Dir sagen will.

Es steckt so viel dahinter und es ist aber auch sehr einfach und klar. Dein Vorhaben, in der Wüste und allein in der Wüste nach Antworten zu suchen – es berührt mich zutiefst. Ich fühle mich Dir irgendwie ganz tief verbunden… Ich kann es nicht richtig beschreiben, es ist schwer in Worte zu fassen. Du kennst mich nicht und ich kenne dich eigentlich auch nicht. Aber ich glaube irgendwie, dass ich Dir irgendwie nahe bin. Und vielleicht ja Du auch mir. Auf irgendeiner Ebene.

In der Tat trifft man solche Menschen selten im Leben. Vielleicht ist es ja für Dich ganz anders und Du bist jetzt überrascht, dass ich Dir schreibe und was ich Dir schreibe.

Ich könnte Dir noch ewig erzählen… aber möglicherweise willst Du das gar nicht hören. Nur so viel erstmal, dass ich Dich verstehe mit dem Alleinsein. Mit der Einsamkeit. Du bist jetzt fernab von Menschen, isoliert. Aber man kann sich auch unter Menschen einsam fühlen. Wie ich gerade. Mir fehlt die Kommunikation irgendwie. Ich möchte jetzt vorerst nicht mehr so viel schreiben, ich habe erstmal genug geschrieben, glaube ich. Aber es würde mich sehr freuen von Dir zu hören….

Wie gesagt, Deine Musik tut meiner Seele gut und ich fühle mich Dir sehr tief verbunden irgendwie…

Ganz liebe Grüße in die heiße Wüste aus dem kalten Deutschland…

Zeige wer du bist – und sei in dir selbst zu Hause

An meine Begleiterin auf meinem Weg.

Ich habe Deine Nachricht erhalten. Danke für Deinen Mut Dich mitzuteilen.

Es hat auch mich Mut gekostet den Schritt zu wagen, all die Musik, die sich in den Jahren in mir angesammelt hat mit anderen zu teilen.. mich einfach öffnen und spielen.. da war Angst nicht verstanden zu werden, vielleicht ausgelacht zu werden.

All das kennst Du auch und wer kennt nicht den Reflex sich klein zu machen.. und unsichtbar. Und wer nicht mehr gesehen wird, mit dem wird nicht gesprochen.. ein Kreislauf, der uns einsam macht in der Masse.

Doch wir können aufstehen und zeigen dass wir da sind, so wie Du gerade.. Und mit dem Aufstehen unsere Ängste wahr nehmen, sie erkennen und verstehen, dass die Angst ein Fremder in unserem Zuhause ist…

Wenn wir dann wieder in uns SELBST zu Hause sind stellen wir fest, dass wir nie alleine waren.. so wie ich es nicht bin.. auch durch Menschen, die mir ihre Verbundenheit mitteilen.. wie Du.

Wenn Du das so empfindest wie ich, dann kannst Du vielleicht auch andere sehen, die ebenfalls Einsamkeit empfinden.. und vielleicht kannst Du Ihnen Mut machen sich zu zeigen..

Danke.

Stranger

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